Archiv für den Monat September 2015

Der Kompost-Dom als Kraftplatz

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Es war in den späten 80er Jahren, als Herward Auersperg erstmals für seine Kompostmieten die Rundform wählte. Schon damals experimentierte er mit „heiliger Geometrie“ und dem Einfluß von Formen und Maßen auf die Qualität des Komposts. Als Zentrum suchte er sich einen alten Mostbirnbaum aus, um den er einen ringförmigen Wall aus sensengeschnittenem Gras errichtete. Hinzugemischt wurden Gesteinsmehl, Muttererde und Kompostpräparate nach Lübke. Ein Achtel des Kreises ließ Herward dabei offen. In dieses offene Achtel wendete er nun das oberste Material nach unten, sowie das äußere nach innen und umgekehrt. Durch die konsequente Durchmischung bekamen seine Helfer, die Mikroorganismen im Kompost, den dringend benötigten Sauerstoff und bei Bedarf zusätzliche Feuchtigkeit. Gleichzeitig wurde das Material wöchentlich jeweils eine Achteldrehung im Kreis weitergerückt. So konnte Herward sicher gehen, dass dieses jede Himmelsrichtung intensiv durchlebte, inklusive den damit verbundenen kosmischen Einflüssen. Nach acht Wochen war das Ausgangsmaterial vollkommen vererdet und zu ausgezeichnetem Kompost geworden.


Ein Dach für den Kompost

Bereits damals war Herward Auersperg aufgefallen, dass von den runden Kompostmieten eine besondere Ausstrahlung ausging. Es entstanden Kraftplätze in der Landschaft. Doch wie ging es dem Baum in der Mitte? Schädigten ihn die intensiven Umwandlungsprozesse bei teilweise 65 Grad Celsius in seinem Wurzelbereich? Welch andere Formen des Überbaus konnten wohl geeignet sein, um Kompost zu beschirmen? Ein glücklicher Zufall wollte es, dass Herward kurz darauf über einen Flyer mit Bildern einer hölzernen energetischen Kuppelstruktur stolperte, konstruiert nach den Gesetzen des Goldenen Schnittes. Und ein doppelter Zufall war es schließlich, dass sich deren Erfinder, DI Reinhard Hesse vom Planungsbüro „Paideuma“, direkt in seiner Nachbarschaft befand. Bereits am nächsten Wochenende wurde er zu einer Probeübernachtung in den Dom eingeladen. Herward war schlichtweg begeistert: Ja, das schien die ideale Lösung für seine im Kreis angelegten Kompostmieten zu sein!

 

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Der erste hölzerne Dom entsteht

Schon bald wurde mit dem Bau eines ersten Kompost-Doms begonnen. Als wissenschaftliche Begleiter konnten der Ökologe Dr. Gernot Graefe und seine Partnerin Maria Felsenreich vom Institut für Bioenergetik in Gänserndorf gewonnen werden. Beide Wissenschaftler hatten sich bereits selbst jahrelang intensiv mit natürlichen Pflanzenstärkungsmitteln beschäftigt. Daher bot sich das Gelände ihres Instituts als idealer Bauplatz für den ersten Kompost-Dom an. Eine Tischlerei aus dem Triestingtal fertigte dafür 16 gebogene Holzspanten an. Um die Konstruktion stabil mit dem Boden zu verankern, wurden exakt nach den Himmelsrichtung ausgerichtet acht Fundamente ausgehoben, die je zu einem Drittel mit Schotter aus der Umgebung gefüllt wurden. Der Rest stammte aus den Donauauen. Dieses Detail und viele weitere Fragen entschieden die Institutsleiter und Herward Auersperg penibel nach radiästhetischen Methoden. Zu guter Letzt wurde eine Leinenplane über die Holzspanten gespannt und das bereits vorgereifte Material kreisförmig eingefüllt. Nach sechs Wochen konnte der fertige Kompost entnommen werden.


Experimente mit Kompost-Domen

Offensichtlich hatte der Kompost-Dom eine starke Ausstrahlung. Laut radiästhetischer Testung reichte sie bis zur Donau (Radius etwa 25 km). Würde ein zweiter Kompost-Dom das Feld verstärken, indem er mit dem ersten in Resonanz trat? Wie weit könnte sich ein solches Resonanzfeld ausdehnen? Ein Großgrundbesitzer aus dem Burgenland war fasziniert von den Fragen und erklärte sich bereit, eine zweite Kuppelstruktur zu finanzieren. Als Bauplatz wurde ein Landschafts-Akupunkturpunkt mitten in seinem Wald ausgetestet. Der Effekt der beiden Dome auf die Atmosphäre und Lebenskraft der Landschaft beeindruckte das Team. So beschlossen sie, noch einen Schritt weiter zu gehen.

 

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Kompost-Dome zur Landschaftsheilung

Es war die Zeit nach Tschernobyl und Dr. Graefe fand es als Ökologe vordringlich, den Zustand des Ökosystems möglichst rasch zu „entchaotisieren“. Dafür bräuchte es, seinen radiästhetischen Testungen zufolge, österreichweit insgesamt neun Kompost-Dome. Vom Wissenschaftsministerium wurde für dieses Projekt auch eine finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. So begann man gleich mit der Arbeit. Als dann ein Jahr später bereits acht Dome standen, wurde der zuständige Beamte versetzt und die versprochene Finanzierung blieb aus. Nachdem zusätzlich einer der neu errichteten Dome von Vandalen zerstört wurde, beendete man das Projekt frühzeitig. Die erwünschte energetische Heilwirkung für die Landschaft hatte es jedoch, gemäß den Testungen von Dr. Graefe, bereits erbracht.


Der Wamena-Dom

Seit damals trug Herward Auersperg den Traum in sich, seine Forschung anhand eines weiteren Kompost-Doms fortführen zu können. Diesmal sollte es jedoch ein geschlossener Raum sein, nach den Gesetzmäßigkeiten der heiligen Geometrie entworfen und sorgsam aus den besten Naturmaterialien gefertigt. Selbst die Türe müsste in die Wandkrümmung integriert werden, um einen perfekten Resonanzraum zu erzeugen. 25 Jahre sind seither vergangen, doch jetzt ist es soweit: die Bauarbeiten für den Wamena-Dom sind in vollem Gange!

Lesen Sie mehr über den neuen Wamena-Dom im nächsten Blog →

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Tschernobyl – bei Siegfried Lübke strahlt die Erde nicht

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1986 trat das ein, was niemals hätte passieren dürfen: der Reaktor des Blocks 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl explodierte. Die Welt war im Schockzustand. Langsam sickerte ins Bewusstsein der Menschen, dass wir weder unfehlbar noch unsterblich sind. Ganz im Gegenteil tragen wir eine ernste Verantwortung für den Zustand unseres Heimatplaneten und damit für die kommenden Generationen. Umweltschutzbewegungen begannen sich zu formieren und die Menschen realisierten, dass technische Entwicklungen alleine uns nicht das Heil bringen werden.

Ein Leben für die Erde
In dieser Zeit hatte Herward Auersperg, Gründer von WAMENA®, seine anfänglichen bildhauerischen Ambitionen bereits aufgegeben. Er entschied sich „Umweltarbeiter“ zu werden, um – im Gegensatz zum „Umweltberater“ – aktiv etwas zur Verbesserung unseres Lebensraums zu tut. Lesen Sie dazu mehr unter „Wenn der Holunder spricht“

Was macht so ein Umweltarbeiter das Jahr über? Dringende Themen in der Naturpflege gibt es natürlich zuhauf. Doch für Herward war die Antwort klar: besten Kompost herstellen. Denn auf gesundem Boden wachsen gesunde Lebensmittel. Und davon würde unsere geschundene Landwirtschaft viel brauchen. Ein Kompost von höchster Qualität sollte es sein, homöopathisch aufbereitet und in eine wässrige Lösung gebracht, um ihn dann großflächig auf Äckern versprühen zu können – das war schon damals seine Vision. Doch wie produziert man Kompost höchster Qualität?

Rudolf Steiner und Maria Thun
Herward machte sich auf die Suche und fragte zunächst beim Demeterverband an. Er kannte den Landwirtschaftlichen Kurs von Rudolf Steiner und war fasziniert von dem Hinweis, dass in einer Handvoll gesunder Erde mehr „Kleinsttierlebewesen“ sind als Menschen auf der Erde. Der Zufall wollte es, dass kurze Zeit später ein Vortrag von Maria Thun angesetzt war. Frau Thun galt als Pionierin des anthroposophischen Pflanzenanbaus und war gemeinhin bekannt für ihren Aussaatkalender nach den Mondphasen. Hier hatte Herward also eine wahre Insiderin vor sich. Er nutzte die Gelegenheit und fragte sie direkt: „Wie hat sich die Kompostarbeit seit dem Landwirtschaftlichen Kurs weiterentwickelt?“ Ihre ernüchternde Antwort lautete: „Gar nicht, wir arbeiten nach wie vor mit den fünf Kompostpräparaten.“

Würmer und Asseln
Also forschte Herward weiter und landete schließlich bei einem Züchter von Nützlingen, der unter anderem auch Kompostwürmer zum Verkauf anbot. Im Gespräch mit ihm erfuhr er folgenden wichtigen Hinweis: „Kleintierlebewesen wie zum Beispiel Kompostwürmer sind höchst nützlich – das stimmt. Doch Giftstoffe und Krankheitskeime scheiden sie unverdaut wieder aus. Die einzigen Lebewesen, die es schaffen, auch diese vollkommen zu verarbeiten – und die Erde damit keimfrei zu machen – sind die Mikroorganismen!“ Er solle doch zu den Kompostpionieren Siegfried und Uta Lübke fahren, riet man ihm. Die beiden könnten ihm weiterhelfen.

Der Kompost-Alchemist Siegfried Lübke
Der Mikrobiologe Lübke hatte mit seiner Familie in Peuerbach bei Wels (Oberösterreich) in langjähriger Arbeit ein Verfahren zur kontrollierten mikrobiellen Kompostierung entwickelt (CMC – Controlled Microbial Compost, auch als „Lübke-Kompost“ bekannt). Schon früh setzte er auf Mikroorganismen, um die große Menge landwirtschaftlichen Abfalls zu bewältigen, die auf einem Bauernhof jährlich anfällt. Mit ihrer Hilfe konnte er diese in kürzester Zeit (6 – 8 Wochen) in beste „Erde“ umwandeln. Mit seiner eigenen Landwirtschaft trat er dabei den Beweis an: Innerhalb von 10 Jahren schaffte es Lübke, den Gehalt organischer Substanz in der Lehmerde seines Landes von 2% auf 15% zu heben und damit die Fruchtbarkeit enorm zu steigern.

Die Sache mit den Kartoffelkäfern
Bei Siegfried Lübke besuchte Herward nun zwei Kurse und war begeistert. Sie standen vor zwei Kartoffelackern: einer hatte schön grünes Laub und wenig Kartoffelkäfer. Der zweite war braun im Laub und stark befallen. Damals in den 80er Jahren schien es noch selbstverständlich, dass der von Kartoffelkäfern befallene Acker dem armen Biobauern gehörte („…hätte er doch nur gespritzt!“). Doch weit gefehlt! Das saftig grüne Feld war von Lübke, denn wie wir inzwischen alle begreifen: ein gesunder Boden bringt nun einmal gesunde Früchte hervor.

Und dann kam Tschernobyl
Am Wochenende nach dem Unfall boten die Lübkes ihr Gemüse in gewohnter Manier am Bauernmarkt in Wels an. Bei den Marktständen nahmen die Beamten damals routinemäßig Proben mit dem Geigerzähler vor, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Verstrahlte Lebensmittel wurden beschlagnahmt. Doch bei Lübkes Produkten gab es keinen Ausschlag. Der zuständige Beamte wunderte sich: „Wir wussten gar nicht, dass Sie Glashäuser haben, Herr Lübke!“

Die Hilfe der Mikroorganismen
Doch Lübke besaß keine Glashäuser. Es waren die Mikroorganismen – jene winzigen Helferlein, die er sich durch jahrelangen Bodenaufbau herangezüchtet hatte. Sie schafften es, den atomaren Fallout zu verarbeiten. Ungläubig pilgerten nun Wissenschaftler zu Lübkes Acker, um das Wunder mit eigenen Augen zu sehen. Tatsächlich waren seine Felder nicht kontaminiert, im Gegensatz zu denen der Nachbarn.

Es geht gut weiter
Unter vorgehaltener Hand wurde noch einige Zeit über diesen unglaublichen Vorfall gesprochen. In den Medien las man leider nichts davon und keiner der Wissenschaftler, die damals dabei gewesen waren, wagte letztlich darüber zu schreiben. 2014 starb Siegfried Lübke. Doch sein Wissen und die langjährige Erfahrung lebt in der Arbeit vieler engagierter Landwirte weiter. So auch im WAMENA®-Spezialkompost, dessen Ausgangsmaterialien durch die Arbeit von unzählig vielen Mikroorganismen in eine derartige Verdünnung umgewandelt werden, sodass sie als eine „natürliche homöopathische Hochpotenz“ bezeichnet werden dürfen.