Wenn der Holunder spricht – Intuitionen aus dem Pflanzenreich

Die Welt der Pflanzen ist voller Abenteuer und Geheimnisse. So manche Geschichte darüber weiß der Kompostpionier Herward Auersperg zu erzählen. Denn seit der Kindheit verbrachte er seine Zeit am liebsten in der Natur, ob zwischen den Gemüsebeeten von seiner Tante Agathe im Palais Schönburg oder schaukelnd in den Kronen der alten Parkbäume. Jede Pflanze – und ganz besonders ein kräftiger, großer Baum – hat eine eigene Persönlichkeit. Sie kann mit uns Menschen in Kontakt treten, wenn wir dafür offen sind.

Druiden, Kräuterweiber und Wurzelschneider
Bäume haben uns Menschen etwas zu sagen. Das wussten alle naturverbunden lebenden Kulturen aus eigener Erfahrung, und natürlich auch unsere keltischen und germanischen Vorfahren. Wid, die sprachliche Wurzel des deutschen Wortes „Wald“, finden wir nicht umsonst auch in den Worten „Wissen“ und „Vision“. Für die Druiden und Kräuterkundigen der alten Zeit war der Wald heilig. Hier war ihre Arbeitsstätte, hier empfingen sie Inspirationen. Auch Herward Auersperg hat einen maßgeblichen Fingerzeig in seinem Leben den Bäumen zu verdanken.

Frau Holle im Holunderbusch
Als junger Mann war er an den Stadtrand von Klagenfurt gezogen. Der große verwilderte Grund hinter seinem Haus entpuppte sich alsbald als illegale Mülldeponie. Mitten zwischen den Altlasten wucherten munter Holunderbüsche. Nun ist der Holunder nicht irgendein Gewächs. Unsere Vorfahren wussten noch davon, dass man vor dem Holler „den Hut ziehen“ soll. Der Holunder war ursprünglich eine Respektsperson. Er war der Göttin Hel geweiht, der Frau Holle aus den alten Märchen, der großen Erdgöttin. Ihr dreifaltiges Wesen – Jungfrau, Mutter und Alte – spiegelt sich in den Blüten (weiß) und Früchten (rot, schwarz) wider. Holunderbüsche bewachen und schützen traditionell die alten Bauernhäuser, die oft Jahrhunderte überdauern.

„Wer spricht denn da?“
Zwei Lastwagenfuhren voll Müll ließ Herward schließlich von seinem Grundstück wegführen. Der Ehrgeiz hatte ihn gepackt und er wollte aus dem Ödland ein wirklich schönes Biotop machen, ein Kleinod. Eines Tages arbeitete er zwischen den Holunderbüschen, als er plötzlich in sich eine Stimme hörte: „Geh in dein Atelier und dreh das Radio auf!“ Die Stimme klang fremd, doch sehr klar. Herward hatte keine Lust, seine Arbeit zu unterbrechen. Doch die Stimme ließ nicht locker. „Geh ins Atelier!“ Da fragte Herward zurück: „Wer spricht da?“ Die innere Antwort lautete: „Ich, der Holunder! Umso mehr du lernst, auf mich zu hören, desto mehr kann ich dir beibringen.“

Ein Moment verändert das ganze Leben
Innere Stimme, Intuitionen,… in unserer verstandesorientierten Welt hat das Irrationale nicht viel Platz. Trotzdem, Herward wurde neugierig, befolgte den Rat des Holunders und drehte das Radio auf. Es lief eine Sendung über eine völlig neue Berufsgruppe: den „Umweltberater“. Plötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Umweltberater? Nein, Umweltarbeiter wollte er werden! Endlich hatte er seine Lebensaufgabe gefunden. Wie dankbar war er dem Holunder. Doch war es tatsächlich der Holunder gewesen? Was wusste dieser über seinen Lebensplan oder das Sendeprogramm vom ORF? Woher kam das Wissen? Von seiner Seele? Und war der Holunder über morphogenetische Informationsfelder mit dieser in Verbindung, wie sie der Biologe Rupert Sheldrake beforscht?

„Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.“ (Hamlet, William Shakespeare)

In den nächsten Jahren wird es jedenfalls sehr spannend in den Naturwissenschaften. Immer mehr Forscher stoßen auf interessante Interaktionen zwischen Mensch und Natur. Haben Ihnen auch einmal Pflanzen bei einer wichtigen Entscheidung geholfen? Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen mittels der Kommentar-Funktion oben.

 

Lesen Sie im nächsten Blog mehr über das spannende Thema der Pflanzen-Neurobiologie!

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2 Kommentare zu “Wenn der Holunder spricht – Intuitionen aus dem Pflanzenreich

  1. Stefan Ramdas 05/08/2015 um 8:49 Reply

    Wow, ein feiner Text, der bei mir Gänsehaut auslöst! So viel „altes“ Wissen, anregende Fragestellungen und dazu der spannende Auftakt zur Geschichte von Herward Auersperg – bin schon auf die Fortsetzung gespannt! Werde bei meiner nächsten Begegnung mit einem Holunder mal nachfragen, ob er mir auch etwas zu erzählen hat…

    • herwardauersperg 05/08/2015 um 8:49 Reply

      Danke lieber Herr Ramdas für diesen lieben Kommentar. Sie müssen nicht erst einem Holunder begegnen, der zu Ihnen spricht, denn es ist die belebte Natur, die auf jede Frage eine Antwort weiß. Das klingt jetzt vielleicht etwas abgehoben, jedoch habe ich seit meiner ersten Erfahrung vor bald 30 Jahren noch etlich andere gemacht. So absolvierte ich einige Seminare, um mich auf eine geführte Visionssuche vorzubereiten. Da wurden viele Aufgaben gestellt, und immer fanden alle Teilnehmer eine Antwort auf die verschiedenen Fragen, mit denen ein jeder schwanger in die Natur hinausging, Ich wünsche Ihnen ein gutes Gelingen und alles Liebe, Herward

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